Die 9 Wächter, die von den Erzmagiern hinterlassen wurden

Kater des Rar (+ 2 EP für jeden aktiven Opal, maximal 12):

Rar war der erste Erzmagier von Zavandor. Er versetzte sich einst in Trance, indem er in die Augen einer Katze blickte. Von dem schimmernden Blick des Tieres wurde er inspiriert und entdeckte das arkane Potential der Edelsteine.
Rar stellte erstmals mit Hilfe von Opalen Zauberstaub her, eine einfache stoffliche Verkörperung von Magie. Auf dem Höhepunkt seiner Macht schuf er den Kater des Rar, eine Steinfigur, die zugleich Sinnbild und Gefäß seiner Zauberkunst war. Vor seinem Tod weihte er einen gewaltigen, verzierten Bergkristall zum Herrschaftssymbol der Magier über das Land, und schuf damit das Zepter von Zavandor. Den Kater des Rar bestimmte er zum Wächter über das Zepter.

Fuchs der Simaris (+ 2 EP für jeden aktiven Saphir, maximal 12):

Simaris war die erste, der es gelang, den Kater des Rar zu überwinden und das Zepter von Zavandor zu erringen. Sie wurde Rars Nachfolgerin auf dem Magierthron. Simaris experimentierte neben Opalen mit weiteren Edelsteinen, und es gelang ihr, Saphire für die Magie nutzbar zu machen. Sie war eine herrschsüchtige und gewalttätige Magierin und nutzte die aus den Saphiren gewonnene Unbesiegbarkeit, um ein Reich zu erobern, das für lange Zeit von den Magiern von Zavandor beherrscht werden sollte. Um die Macht des Geistes zu demonstrieren, schuf sie die Figur eines Fuchses, die fortan gemeinsam mit dem Kater des Rar über das Zepter wachen sollte. Simaris' Herrschaft endete schließlich durch einen Aufstand, den ihre wütenden Untertanen entfesselten.

Skarabäus der Saridra (+ 1 EP für jeden aktiven Smaragd, maximal 11):

Saridra war ursprünglich eine Heilerin, die in den Unruhen nach dem Untergang von Simaris durch gute Werke, Versöhnung und Friedenspolitik berühmt wurde. Das kampfesmüde Volk forderte sie auf, den Thron der Erzmagier einzunehmen und dafür zu sorgen, dass die Magie zukünftig zu friedlichen Zwecken eingesetzt würde. Sie verbrachte viele Jahre mit Studien und entdeckte dabei die heilende Wirkung der Magie, die aus Smaragden stammt. Erst kurz vor dem Ende ihres Lebens gelang es ihr, den Kater des Rar und die Sphinx der Simaris mit ihrer Magie zu besänftigen, so dass sie das Zepter für sich gewinnen konnte. Ihr Vermächtnis war die Figur eines Skarabäus, die als Symbol der Heilkraft und Erneuerung den beiden anderen Wächtern zur Seite gestellt wurde.

Einhorn des Korbald (+ 1 EP für jeden aktiven Diamanten, maximal 11):

Korbald war ein Zwerg, der von seinem Volk ausgestoßen worden war, weil er in Höhlen unter Platzangst litt. Wie alle Zwerge liebte aber auch er die Edelsteine, und um sich weiter mit ihnen beschäftigen zu können, schlug er die Laufbahn des Magiers ein. Diamanten, nach denen sein Volk vor allem schürfte, hatten es ihm besonders angetan, und er entdeckte, dass sie eine unerschöpfliche Quelle des Lichts, der Erleuchtung und des Trostes waren. Er spezialisierte sich auf diese Art der Magie und wurde schließlich so mächtig, dass er den Thron der Erzmagier besteigen konnte. Seine lange Herrschaft wurde nicht ohne Grund als Goldenes Zeitalter von Zavandor verherrlicht. Wie es mittlerweile Tradition war, schuf auch er eine neue Wächterfigur in Gestalt eines Einhorns, das Erleuchtung und Zuversicht verkörpern sollte.

Salamander der Elwara (+ 2 EP für jeden aktiven Rubin, maximal 10):

Elwara war Korbalds Schülerin und von ihm für seine Nachfolge ausersehen. Noch zu seinen Lebzeiten übertrug er ihr all sein Wissen und weihte sie in die Geheimnisse der Wächter ein, so dass sie nach seinem Tod mühelos selbst das Zepter und den Thron erringen konnte. Dann aber verspürte sie den Drang, eigene magische Erkenntnisse zu entwickeln, und wandte sich den mächtigsten aller Edelsteine zu, den Rubinen. In ihnen entfesselte sie die Macht des Feuers. Fasziniert und gebannt von der zerstörerischen Kraft setzte sie immer gewaltigere Energien frei, bis sie eines Tages die Kontrolle über ihre Magie verlor. Ein ungeheures Inferno brach los, und Elwara, der Palast der Erzmagier, die Stadt Zavandor und das umliegende Land wurden von der Feuersbrunst verschlungen. Zavandor war zerstört, das Reich zerfiel.
Nur das Zepter und seine Wächter überstanden die Katastrophe. Und in den Trümmern des Palastes fand man später die Figur eines Salamanders, die ebenfalls unversehrt geblieben war und offenbar von Elwara stammte.

Phönix der Isinde (+ 2 EP für jede aktive Edelstein-Art, maximal 10):

Isinde war eine Wanderrichterin. Sie reiste durch die Provinzen, die einst das stolze Reich von Zavandor ausgemacht hatten, und sprach Recht. Dies tat sie ohne jede Autorität, nur aus ihrem angeborenen Talent für Diplomatie, Ausgleich und Gerechtigkeit heraus und mit dem Wissen und der Erfahrung, die sie auf ihren Reisen sammelte. Ihr Ruf und Ansehen waren so groß, dass ihre Urteile meist anstandslos akzeptiert wurden. Als ein Streit ausbrach über das Erbe, das die Erzmagier von Zavandor hinterlassen hatten, auch wenn es sich nur um Ruinen handelte, wurde sie zur Schlichtung herangezogen. Sie stellte fest, dass ihr Wissen für diese Aufgabe nicht ausreichte, und studierte daraufhin jahrelang die Hinterlassenschaft der Erzmagier und das, was von deren Wissen noch übrig war. Durch die Wiederentdeckung der magischen Eigenschaften der Edelsteine wurde sie selbst zur Magierin, und es gelang ihr, so viele magische Fähigkeiten anzusammeln, dass sie die Wächterfiguren überwinden und das Zepter an sich bringen konnte. Aufgrund der Tradition und ihres Wissens erklärte sie sich nun selbst zur rechtmäßigen Erbin von Zavandor. Niemand widersprach.
Als Symbol der Hoffnung hinterließ sie die Figur eines Phönix, der damit der sechste Wächter wurde.

Tji-Kröte des Druron (+ 2 EP für jeden Runenstein, Kristall, Buch und Elixier):

Druron war ein Gnom, und als solcher hatte er es von klein auf geliebt, Dinge auseinanderzunehmen und wieder zusammenzusetzen. Da seine fünf älteren Brüder aber bereits einem Handwerk nachgingen, sei es Goldschmied, Möbeltischler oder Uhrmacher, wurde er aufgefordert, eine andere Laufbahn einzuschlagen, denn mehr als fünf Handwerker in einer Generation verhießen Unglück, das stand fest. Notgedrungen wandte er sich der Magie zu und besuchte als einer der ersten die neu gegründete magische Schule von Zavandor, die auf den Grundmauern des alten Magierpalastes entstanden war. Er beschäftigte sich geduldig mit dem magischen Lehrstoff, bis er entdeckte, dass es möglich war, Gegenständen Magie zu verleihen. Dies weckte seine Begeisterung und seine alte Leidenschaft für das Basteln und Experimentieren. Er entwickelte verschiedene magische Artefakte, die es ermöglichten, magische Energie besser zu nutzen, aufzubewahren, oder ohne Edelsteine zu erzeugen. Bald konnte ihm kein anderer Magier mehr das Wasser reichen, er überwand die Wächter des Zepters (wenn auch mehr durch Tricks als durch Magie der alten Schule) und wurde unvermittelt zum neuen Erzmagier.
Dies, so fand er, war eine ordentliche Karriere für einen Gnom. Um die Macht des Unscheinbaren hervorzuheben, schuf er als siebten Wächter die Figur einer Kröte.

Rabe der Fiolar (+ 2 EP für jede(n) Kristallkugel, Charismatikmaske, Gürtel, Zauberstab):

Fiolar war eine gelernte Hexe und Wahrsagerin, bevor sie nach Zavandor kam. Sie las die Zukunft aus den Linien der Hand, aus dem Flug der Schwalben und aus dem Atem des Säufers. Sie braute Liebestränke, verkaufte tragbare Flüche und geheime Schutzformeln. Als Druron sie in seiner Zeit als Erzmagier kennenlernte, verstanden sie sich sofort, sie wurde seine Geliebte und lernte nebenbei alles über magische Artefakte. Nach Drurons Tod setzte sie sein Werk fort und schuf weitere magische Gegenstände, die in ihrer Ausführung oft an ihr früheres Wirken als Hexe erinnerten. Ihre vielseitigen Begabungen und die Tricks, die sie Druron entlockt hatte, ebneten ihr den Weg auf den Thron der Erzmagier. Sie war eine umsichtige und beliebte Erzmagierin, nur ihr Sinn für Schabernack wurde einigen ihrer Zeitgenossen gelegentlich lästig.
Als Kennzeichen ihres einstigen Berufsstandes hielt sie stets einen zahmen Raben, und so war es kein Wunder, dass der von ihr erschaffene achte Wächter die Gestalt eines Raben hatte.

Eule des Sasrho (+ 2 EP für jede Endstufe im Wissen):

Sasrho war ursprünglich von Fiolar als Bibliothekar der magischen Schule von Zavandor beschäftigt worden. Dieser Aufgabe widmete er sich mit Leidenschaft. Seine größte Angst bestand darin, dass einmal erworbenes Wissen wieder verloren gehen könnte, und so beschäftigte er sich Tag und Nacht mit alten Schriften und neuen Werken und verfasste auch selbst zahlreiche magische Traktate. Durch seine Arbeit konnte sich die Lehranstalt bald als regelrechte Universität bezeichnen. Er systematisierte das gesamte magische Wissen, organisierte den Lehrbetrieb und machte sich zunehmend unentbehrlich. Fiolar blickte stets mit Argwohn auf diesen Bürokraten, doch nach ihr gab es niemanden, der mehr über Magie wusste als er, und so blieb es nicht aus, dass er zu ihrem Nachfolger aufstieg. Er hinterließ der Nachwelt eine ungeheure Fülle magischen Wissens, eine perfekt organisierte magische Universität und einen neunten Wächter in Gestalt einer Eule.